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Die Idee

Die Zahl der jährlich achtlos weggeworfenen Zigarettenkippen wird weltweit auf 4,5 Billionen geschätzt. Das ist eine gigantische Zahl. Ob an Bahnsteigen, auf den Einkaufsstraßen oder in Parks und Grünanlagen – überall wird man konfrontiert mit den kleinen braunen Stummelchen, die – einmal achtlos auf den Boden geworfen – kaum noch effizient zu entsorgen sind.   Laut Bussgeldkatalog kostet das Wegwerfen von Zigarettenkippen 50€.  Stuttgart und andere Städte gehen einen Schritt weiter und verlangent für die Ordnungswidrigkeit 75€ und mehr.

Aber das ist nicht das einzige Problem: ein einziger Zigarettenstummel verunreinigt 40-60 l Wasser mit einem Mix aus fast 1000 verschiedenen Chemikalien, Kläranlagen können diese Vielzahl chemischer Verbindungen gar nicht herausfiltern, so dass der Rest wieder in den Kreislauf geht. Auch die Filter selbst sind ein nicht zu unterschätzendes Problem. Sie bestehen entgegen der landläufigen Meinung nicht aus natürlichem Zellstoff sondern aus Zelluloseacetat, das in der Natur nicht abbaubar ist.

Diese Problematik brachte den Förderverein Sicheres und Sauberes Stuttgart e.V. und die Karle Recycling GmbH zusammen, sie wollen dem Kippen-Schlamassel an den Kragen!  Aber wie schaffen wir es, dass weniger Kippenstummel auf Stuttgarts Straßen liegen?

Nur einfach zusätzliche Aschenbecher lösen das Problem nicht.

 

 

Die Lösung

Die Lösung ist jedoch ganz einfach: Man muss den Kippen-Erzeuger nur dazu bringen, eigenmotiviert seine Kippe in einen geeigneten Abfallbehälter zu werfen. Die ursprünglich aus Großbritannien stammende Idee, dazu eine Kippen-Box mit einer plakativen Frage zu installieren, war die Grundlage für den  Kippster

Wir von Metallbau Freese in Stuttgart haben uns der Sache angenommen und haben den Kippster zunächst als Prototyp entwickelt und dann angefangen, ihn in Kleinserie zu bauen. 

Inzwischen ist der Kippster 2.0 verfügbar, er wurde aus den Erfahrungen der ersten Serie entwickelt.

 

kippster 2.0 aus 2022

Der Kippster!

Der kippster ist klein, handlich und mutet von außen an wie eine doppelbauchige Zigarette. Eine plakative Frage im Kopfbereich der Box sorgt dafür, dass der passionierte Raucher seine Kippe in eine der zwei Kammern des Behälters wirft, um die Frage zu beantworten. Das Abstimmergebnis zur Frage ist jederzeit über den Füllstand von außen am Kippster sichtbar. Neben der Frage und der damit einhergehenden Motivation für den Raucher, seine Kippe in den Kippster zu werfen, war für uns im Rahmen der Produktentwicklung vor allem wichtig, dass eine effektive und schnelle Leerung und damit Entsorgung der Kippen gewährleistet ist.

Seit 2019 sind insgesamt bundesweit knapp 300 kippster der ersten Serie in Betrieb gegangen, meist wurden sie von Städten und Gemeinden an hochfrequentierten Orten installiert, an denen extrem viele Kippen anfallen, insbesondere an Bus- und Bahnhaltestellen, vor öffentlichen Gebäuden etc. .

Aber auch an  Nord- und Ostseestränden wie z.B. in Neustadt/Holstein, wurden einige aufgestellt, um der Kippenflut Herr zu werden.